Stürme und Ihre Entstehung

Was ist ein Orkan, Hurrikan, Taifun, Zyklon oder Tornado?

03.05.2019 Author: Isolde Moussot Original language: de Translator: Isolde Moussot
Last change: Isolde Moussot Date update: 03.05.2019 21:15

Wind mit einer Geschwindigkeit ab 74 km/Stunde nennt man Sturm. Wind entsteht hauptsächlich, wenn unterschiedliche Luftdruckräume aufeinander treffen. Dabei bewegen sich Luftteilchen aus dem Gebiet mit dem höheren Luftruck ...

Wind mit einer Geschwindigkeit ab 74 km/Stunde nennt man Sturm. Wind entsteht hauptsächlich, wenn unterschiedliche Luftdruckräume aufeinander treffen. Dabei bewegen sich Luftteilchen aus dem Gebiet mit dem höheren Luftruck (Hochdruckgebiet) in das Gebiet mit dem niedrigeren Luftdruck (Tiefdruckgebiet) bis der Luftdruck ausgeglichen ist.

Ein Orkan hat Windgeschwindigkeiten ab 117 km/Stunde. Die Bezeichnung Orkan wird für starke Stürme über Mittel- und Nordeuropa verwendet.

Tropische Wirbelstürme haben je nach Entstehungsgebiet die Namen

Hurrikan (über dem Atlantik),
Taifun (im asiatischem Raum),
Zyklon(im Golf von Bengalen, arabisches Meer, dem indischen Ozean südlich des Äquators und afrikanische Ostküste).


Wirbelstürme entstehen über dem Meer, wenn die Oberflächentemperatur mindestens 26 Grad Celsius warm ist. Die feuchte Meeresluft steigt auf. Durch die Corioliskraft, die ablenkende Kraft der Erdrotation, entsteht ein riesiger Wirbel indessen Auge (Mitte) windstille herrscht. Weitere feuchte Luftmassensteigen auf und nehmen kältere Luft mit, die sich dabei erwärmt. Es bildet sich ein stabiler Luftwirbel um das Auge, welcher mit bis zu 300km/h um das Auge rotiert. Trifft der Wirbelsturm auf Land fließt keine warme Meeresluft mehr nach und er wird langsamer, die aufgestauten Wolken regnen ab und der Wirbelsturm löst sich auf.

Ein Tornado bezeichnet eine Windhose die sich rüsselartig mit annähernder senkrechter Drehachse vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze erstreckt.

Entstehung von Tornados: Feuchte Warmluft wird von trockenen Kaltluftmassen verdrängt und überlagert, die sich in hoher Geschwindigkeit nähern. Die kalte Luft ist schwerer als die warme darunter liegende Luft. Die Luftmassen verwirbeln miteinander und riesige Gewitterwolken von bis zu 20 km Höhe und einer Ausdehnung von bis zu 30 km entstehen. Die oberen kalten Luftschichten in der Gewitterwolke haben eine viel höhere Geschwindigkeit als die feuchtwarmen Luftschichten unterhalb und zudem noch eine andere Windrichtung. Außerdem bewegt sich die warme Luft nach oben und die kältere Luft nach unten, weil die warme Luft leichter als die kalte Luft. Dadurch beginnt die Luft zu rotieren. Die nach oben drängende Warmluft kippt die horizontale Rotation in die Vertikale. In der Mitte der Rotation fällt der Luftdruck. Es bildet sich ein nach unten verengender rüsselartiger Luftwirbel. Die angesaugte warme und feuchte Luft steigt nach oben und sorgt für Kondensation und weitere Wolkenbildung. Im Abwindbereich, also in dem Bereich wo die kalte Luft nach unten strömt, gibt es oft starken Sturm, Hagelschlag und Starkregen.

Tornados werden in Kategorien eingeteilt:

F0 bis 115 km/h
F1 bis 180 km/h
F2 bis 250 km/h
F3 bis 330 km/h
F4 bis 420 km/h
F5 bis 510 km/h
Sources:

Planet Wissen - Naturgewalten - Stürme

Wikipedia Tornado